Auf www.eilpetitionen.de finden Sie bei einigen Urgent Actions (UA's) bereits vorformulierte Briefe, bei denen Sie im Prinzip bloß Ihren Namen, Ihre Adresse, das Datum und Ihre Unterschrift vor dem Abschicken ergänzen müssen. Diese Petitionsvorschläge werden von erfahrenen UA-SchreiberInnen auf freiwilliger Basis verfasst. Wenn Sie mit Schreiben (noch) unsicher sind oder wenig Zeit haben, verwenden Sie am besten solche Petitionsvorschläge.
Über den Sinn oder Unsinn solcher Briefvorlagen gibt es seit jeher Diskussionen:
Argumente gegen Petitionsvorschläge
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Identisch formulierte Briefe bekommen «Massensendungscharakter» und verlieren dadurch ihre Wirkung.
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Bei einem solchen Brief kann man nicht erkennen, dass sich die/der Schreibende wirklich mit dem Fall auseinandergesetzt hat.
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Aus Bequemlichkeit werden Textpassagen nicht geändert, die dann Unwahrheiten werden: Zum Beispiel die Zugehörigkeit zu einer AI-Gruppe oder Berufsbezeichnungen.
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Wenn die vorgeschlagenen Texte nicht sehr sorgfältig gegengelesen werden, können Fehler potenziert werden.
Argumente für Petitionsvorschläge
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Lieber ein abgeschickter "Schablonenbrief" als gar kein Appell.
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Petitionsvorschläge beschleunigen die Reaktion, und bei Urgent Actions kommt es vor allem auf rasches Handeln an.
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Es ist eine Illusion zu glauben, dass bei den EmpfängerInnen immer alle Briefe von A bis Z durchgelesen werden. Von den EmpfängerInnen wird bestenfalls registriert, um welche Personen es sich handelt, also sind individuelle Formulierungen wenig relevant.
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Petitionsvorschläge sind praktisch für Leute, die wenig Zeit haben, im schriftlichen Ausdruck einer (Fremd)sprache unsicher sind oder neu UA's schreiben. Für EinsteigerInnen sind sie sogar wichtig und motivierend.
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Wenn jemand Petitionsvorschläge benutzt, heißt das nicht unbedingt, dass diese Person wenig Kenntnis der Situation hat oder damit weniger Engagement zeigt.
Die Position der AI-Gruppe Ahrkreis dabei ist, dass wir im Prinzip für alle Argumente für und gegen Petitionsvorschläge Verständnis haben, deswegen aber weder gar keine vorformulierten Texte noch ausschließlich UA's mit Briefvorlagen anbieten. Wir denken, dass solche Texte für unerfahrene BriefschreiberInnen sehr wichtig sind und dass nicht allen immer genügend Zeit fürs eigene Formulieren bleibt. Wenn wir über www.eilpetitionen.de Petitionsvorschläge bereitstellen und an zur Zeit (Sept. 2009) rund 50 ständige MitarbeiterInnen verteilen (mit Multiplikatorwirkung bei AI-Gruppenmitgliedern), so kann man dies so ansehen, als ob hier so etwas wie eine virtuelle AI-Gruppe zusammenarbeitet, in der wertvolles Engagement von Freiwilligen möglichst effizient genutzt wird.
2009-09-21